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04.04.2003 13:31:51
Feierliche Domainübergabe

www.psiegel.de geht an den SPIEGEL Verlag




Vor einigen Monaten ließen sich unsere Redakteure die Internet-Adresse www.psiegel.de schützen. Unter dieser Adresse sollten ab sofort die selbst verfassten Texte unserer Mitarbeiter veröffentlicht werden, die sich in einem losen Verbund - neben ihrer Arbeitszeit - organisiert hatten. Man gab sich also den klangvollen Namen "Pamphlete satirischen Inhaltes einer gesellschaftlichen Elite" - PSIEGEL eben - und verbrachte so auch nach Arbeitsschluß noch einige schöne Stunden im Büro. Doch kaum, als die Domain geschützt war, passierte es.

04.04.2003 10:08:51
Die Deutsche Post will in den nächsten Tagen die Zahl der Briefkästen drastisch verringern. Vor allem die Zahl der toten Briefkästen stelle einen zu hohen Kostenfaktor da. "... und das ist es, was uns vom Rest der Gesellschaft unterscheidet: Tote Arbeitslose, tote Rentner, tote Soldaten - das kostet ja alles nichts mehr - aber unserer toten [Briefkästen, Anm. d. Red.], die gehen richtig ins Geld."

03.04.2003 16:53:56
Laut amerikanischen Berichten sorgen irakische Störsender dafür, dass die ansonsten treffsicheren Bomben abgelenkt werden. Inzwischen werden weltweit - und nicht nur vom Irak - solche oder ähnliche Störsender eingesetzt. Die bisher bekanntesten sind CNN, NBC, N24, RTL 2, SAT1, RTL, PROSIEBEN, ...

02.04.2003 11:42:07
Herr Wagner von der Bild-Zeitung weiss auch nicht mehr, was er will. Noch vor einigen Wochen beschwor er Selbstvertrauen, Unternehmergeist und Kreativität bei den Arbeitslosen ... und heute fordert er gestandene Arbeitnehmer - Journalisten in Bagdad nämlich - dazu auf, ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Mark Knochen meint dazu: "Lieber bei der Arbeit gestorben, als umsonst beworben."

02.04.2003 11:32:01
Für alle Freunde des Deutsch-Punks. Es steht - wann, wenn nicht jetzt - eine Reunion von Slime ins Haus. Die Jungens wollen mit ihrem alten Hit "Polizei, SARS" die Charts stürmen

20.03.2003 19:05:34
Enttäuschender Kriegsbeginn

Liebe Berichterstatter - war das schon alles?


Aus aktuellem Anlass eine Kurzmeldung zum Irak-Krieg. Heute, am 20.03.2003, ca. um 03.30Uhr begann die militärische Offensive der USA gegen den Irak, gegen die Stadt Bagdad. Die US-Streitkräfte feuerten Bomben und Marschflugkörper auf die entsprechenden Gebäude, in denen man die Führung des Terror-Regimes vermutete. Saddam Hussein wurde bei diesem Angriff nicht verletzt. US-Präsident Bush kündigte inzwischen an, dass dieser Krieg länger dauern könnte, als es bislang vorausgesagt wurde. Die mit Spannung erwartete und von Beobachtern angekündigte „erste große Angriffswelle“ blieb bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch aus.

19.03.2003 21:48:25
Grausamer Folterkeller für Arbeitslose entdeckt

Fanatischer Regierungsanhänger wollte „nur eine Mission erfüllen“


Wie uns heute aus verdeckten Quellen zugetragen wurde, hat sich schon vor einigen Monaten eine Folterserie an Langzeitarbeitlosen zugetragen. Der offensichtlich geistlich verwirrte A. Disoccupato konnte jedoch gestellt werden, als er vor einem Arbeitsamt völlig wahllos Arbeitslose ansprach und wüst beschimpfte. Der Sohn italienischer Eltern lebt seit seiner Geburt in Deutschland und hat sich bislang nichts zu schulden kommen lassen. Anwohner wollen jedoch beobachtet haben, dass der Täter vor allem in den letzten Monaten verdächtig häufig mit der Szene der Arbeitslosen in Berührung gekommen war.

18.03.2003 15:02:46
Clement attackiert Verfassungsschützer

Wer zumutbare Arbeit ablehnt, wird mit Sanktionen rechnen müssen




Wie die Bild-Zeitung heute berichtet, drängelt sich Superminister Wolfgang Clement erneut mit einem arbeitspolitischen Vorstoß in das Rampenlicht der Öffentlichkeit. Arbeitslose, die nämlich in Zukunft einen Job ablehnen, müssen mit scharfen, finanziellen Einschnitten rechnen. Besonders davon betroffen: Ehemalige Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, denen man im Zuge des Verbotsverfahrens der NPD noch schnell gekündigt hatte, um die Verbindungen zwischen Bund und der rechten Partei zu vertuschen. Diese noch unerfahrenen Arbeitslosen leiden nun auch unter dem Druck der Politik und sehen sich zunehmend an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

13.03.2003 22:07:53
Der Irak wird gebraucht!

Seit Monaten schwelt nun schon der Irak-Konflikt. Unzählige Aufrufe – für und gegen eine militärische Lösung der Auseinandersetzung – verhallten bislang ungehört. Und im gleichen Maße, wie die Zahl der Friedensdemonstranten stetig anwächst, vermehrt sich ebenfalls die Schar der Anhänger für einen möglichen Krieg. Doch bislang völlig unbeachtet aller politischen Strömungen gibt es eine weitere Position zur aktuellen politischen Lage. Zumindest sollten diese Argumente als diskussionswürdig und überdenkenswert erachtet werden, können sie doch eine nicht unbedeutende Wende in der Konfrontation mit dem Irak herbeiführen.

11.03.2003 21:30:25
Keine Chance beim Arbeitsamt

Sind die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit gar nicht an Vermittlung der Arbeitslosen interessiert?


Vor einigen Tagen hatte unsere Redaktion zu einer – in dieser Form – einzigartigen Aktion aufgerufen. Sollte sich nämlich herausstellen, dass die Arbeitsämter in der Bundesrepublik mit Arbeitsverweigerung hantieren, so werden wir diesen Skandal bis ans Licht der Öffentlichkeit ziehen und mit diesen unerhörten Zuständen aufräumen. Kaum hatten wir unseren Aufruf auf der Seite veröffentlicht, so meldeten sich schon die ersten Leser, die uns ihre haarsträubenden Erlebnisse mit dem Arbeitsamt ihres Vertrauens mitteilten. Stellvertretend für die hunderten Ungerechtigkeiten veröffentlichen wir hier den Fall des Herrn K. (Name und andere persönliche Daten von der Redaktion geändert).

07.03.2003 11:26:14
Ein Brief an Wagner

Ein Brief an den Vater der schnellen Zeilen der Bild-Zeitung


Mit Aufmerksamkeit lesen unsere Mitarbeiter regelmäßig die verschiedensten Print-Erzeugnisse, um auf dem Laufenden zu sein, um sich zu informieren. Natürlich gehört auch hierzu die Bild-Zeitung. Die Zeilen von F.J. Wagner sind vor allem bei Mark Knochen sehr beliebt, versprechen Sie doch volksnahe Erkenntnisse gepaart mit deutscher Bierseeligkeit und Stammtischathmosphäre, schon beim Lesen der Zeilen. In freundlich, ehrlich-bestimmender Art erklärt F.J. Wagner - mal regelmäßig, mal gar nicht - dem bedarften Leser die Probleme der Zeit und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Also höchste Zeit für Mark Knochen, mit diesem Mann in brieflichen Kontakt zu treten.


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