chaostage 2001
news
musik
konzerte
diskurs
gäste
forum
chat
de.alt.soc.punk
de.comp.lang.php
archiv
links
kommunikation
kontakt
|
|
alle Presseberichte
WAZ
(Titelseite) PUNKER WOLLEN CHAOS-TAGE IN DORTMUND
WAZ, 08.06.2001
WAZ DORTMUND. Die berüchtigten Chaos-Tage sollen dieses Jahr am ersten
Augustwochenende in Dortund stattfinden. Dies melden die anonymen Verantstalter im
Internet. Die Dortmunder Polizei und die Staatsanwaltschaft nehmen die
Internetaufrufe durchaus ernst. In den vergangenen Jahren hatten die Chaos-Tage in
Hannover stattgefunden. Immer wieder kam es zu Kämpfen zwischen Polizei und
randalierenden Punkern. Bericht Seite Westen.
Auf Seite 3 "AUS DEM WESTEN": POLIZEI ALAMIERT: PUNKER WOLLEN NACH DORTMUND
Internet-Aufruf wird geprüft
Von Rolf Maug
WAZ DORTMUND. Die Meldung im Internet hat die Polizei alamiert: Die
berüchtigten Chaos-Tagesollen offenbar am ersten August-Wochenende in Dortmund
stattfinden.
Bisher suchten die Chaos-Punker die niedersächsische Landeshauptstadt
Hannover heim. Weil das Interesse aber zunehmenend nachließ -im letzten Jahr kamen
lediglich 500- finden die anonymen Verantstalter neuerdings Gefallen am
Ruhrgebiet. "Dortmund ist ganz klar die bessere Alternative", heißt es im
Internet. Die Westfalen-Metropole habe die gleiche Größe wie Hannover, sei aber "viel
besser gelegen". Außerdem gebe es genug Punks im Ruhrgebiet.
Massive Polizeieinsätze sind für Punker offensichtlich kein Problem. Falls
es "zu einer heftigen grünen Invasion durch die Bullen" komme, wolle man die
"Chaos-Tage 2001" kurzerhand in die benachbarten Städte Bochum, Essen oder
Duisburg verlegen.
Ein weiterer Grund, die "Chaos-Tage 2001" nach Dortmund zu verlegen, seien
"die häufigen Aufmärsche von Neonazis." Man wolle das Ruhrgebiet nicht den
Faschos überlassen. Ausdrücklich rufen die Verantstalter zur Gewaltfreiheit auf.
"Wir wollen keine Randale: Wer sich mit den Bullen prügeln will, soll zum
Fußball gehen", heißt es auf der Webseite. Vom 3. bis 5. August wolle man
"feiern, saufen und gröhlen".
Die Polizei in Dortmund ist längst aufmerksam geworden auf die bedrohlichen
Aufrufe im Internet. "Wir nehmen das ernst", hieß es gestern im Präsidium.
die Ordnungsbehörden wollen die weitere Entwicklung sehr genau beobachten und
bei Bedarf "geeignete Vorbereitungen" zu treffen.
Trauriger Höhepunkt der "Chaos-Tage" in Hannover war der August 1995. Die
Bilanz von drei Tagen Krieg zwischen Polizei und wild gewordenen Punks: 240
verletzte Polizisten und 200 verletzte Punks, der Sachschaden ging in die
Millionen. Vor laufenden Fernsehkameras hatten die Chaoten ein Lebensmittelgeschäft
geplündert-hinten betienten sich die Anwohner. Bei den "Chaos-Tagen" im Jahr
darauf gab es den größten Polizeieinsatz in Hannovers mit 4500 Polizisten.
Kommentar: ZUM TAGE SCHRILL UND GRELL
schrill und schockierend sind Punker immer noch: Die zahme Ratte turnt auf
der Schulter herum und die dunkelblau oder giftgrün gefärbten Haare stehen
steil und stachelig zu Berge. Sicherheitnadeln in der Wange und die Lippen
gefletscht. Sie wollen schrecklich ätzend sein und provozieren. Aber die große
Zeit der Punks ist längst vorbei. Im Straßenbild sind sie schon eine Seltenheiz.
Trotzdem schreckt die Ankündigung der "Chaos-Tage" im Revier auf. Ob das
berüchtigte Spektakel tatsächlich stattfindet, wird sich noch zeigen. Mir
persönlich wäre eine Love-Parade jedenfalls lieber. (ni)
|
|
|
Die Welt-Ticker:
Yahoo-Headlines:
|
|